Da war noch was…
Vergesslichkeit ist keine ausschließliche Eigenschaft des Alters. Sie ereilt einen auch gerne, wenn alles zu viel wird.
Vergesslichkeit ist keine ausschließliche Eigenschaft des Alters. Sie ereilt einen auch gerne, wenn alles zu viel wird.
„Was wollte ich jetzt in der Küche?“ frag ich mich manchmal, wenn ich für einen kurzen Moment nicht mehr weiß, was ich eigentlich tun will. Ein sicheres Zeichen dafür, dass wieder zu viel in meinem Kopf los ist. Ich verliere mich in meinem Tun und komme mir verloren vor. Ein sicheres Zeichen dafür, dass ich den Kontakt zu mir selbst verliere und auch zu den Menschen in meinem Umfeld. Ich bin einfach zu beschäftigt. Vergesse, was sie wirklich brauchen und auch ich. Leider stellt sich diese Geschäftigkeit bei mir oft auch am Wochenende ein. Eigentlich gibt es ja einen Sonntag. Einen Tag, der „Stopp!“ sagt. Mach mal Pause.
Damit ich rauskomme aus meinem Alltagstrubel, gehe ich gerne in einen Gottesdienst. Das verortet mich wieder. Mein Verlorensein, mein Treiben und Angetriebensein hören auf. Ich richte meine Gedanken auf Gott, versuche zu hören, ob er mir etwas zu sagen hat und denke auch über das nach, was er wohl für mich im Sinn hat. In dieser besonderen Umgebung wird mir klarer, was wichtig und unwichtig ist. Ortswechsel, innehalten und vergewissern, ob der Weg noch richtig ist, auf dem ich unterwegs bin. Spüren: da bin ich ja. Und da sind meine Mitmenschen. Und Gott, der ist auch noch da.
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