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Wow, was für ein Morgen.
Ich stehe auf meiner Terrasse, blicke in den Himmel und sehe wunderschöne Lichtspiele.
Das ganze Schauspiel dauert nur wenige Minuten und doch gehe ich fröhlich zurück in die Wohnung und sag so vor mich hin:
„Danke Gott für diesen schönen Tagesbeginn“.
Ein anderes Mal;
ich fahre an einem heißen Sommertag eine lange Strecke mit dem Auto.
Die Luft ist heiß, der Schweiß läuft, viele Autofahrer drängen sich auf der Autobahn. Nach einigen Stunden bin ich wohlbehalten an meinem Ziel angekommen.
Erschöpft steige ich aus dem Auto und denke:
„Danke Herr, das alles geklappt hat und ich wohlbehalten hierher gekommen bin“.
Szenen, wie sie bei mir und anderen vorkommen.
Kleinigkeiten des Alltags, die scheinbar so sind wie sie sind, bringe ich in Zusammenhang mit Gott.
Dem Gott, der in meinem Leben eine große Rolle spielt. An den ich glaube und der mit mir geht.
„Naja, ist ja nichts Besonderes. Ist doch klar, dass wenn man an einen solchen Gott glaubt, dass dann die Dinge um einen herum als Geschenk oder Gegebenheit Gottes wahrgenommen werden“, so wird der ein oder andere denken.
Nein, so klar ist das nicht.
Nur weil ich glaube, heißt das noch nicht,
dass ich das, was um mich herum passiert, sei es Alltägliches, oder auch Ereignisse, die die Schöpfung für uns bereithält,
Beziehungsgeschichten was auch immer,
dass ich dieses alles tatsächlich mit Gott in Zusammenhang bringe.
Ja, theoretisch wissen wir das vielleicht. Und dennoch ist das kein Automatismus.
Alles was ich im Leben erlebe, was ich wahrnehme, was mich beschäftigt,
im Positiven wie auch im Negativen, was mich freut und was mich traurig macht, alles das bespreche ich mit Gott;
all darin sehe ich auch Gott und Gottes Wirken in der Welt, von der ich ein Teil bin.
Das wir das um uns herum so sehen können,
dass wir es als Interaktion Gottes in unserem Leben wahrnehmen können,
das machen nicht wir selbst in uns, sondern das ist der Geist, den Gott in uns gegeben hat.
Wir haben den Glauben und den Geist Gottes geschenkt bekommen.
Im 1. Korintherbrief, in dem Abschnitt, den wir gerade gehört haben, steht geschrieben:
„Wir aber haben nicht den Geist dieser Welt empfangen, sondern den Geist, den Gott selbst uns schickt“.
Hätte Gott uns den Geist, den Heiligen Geist, nicht gegeben,
wären wir nicht in der Lage, Gottes Wirken und Agieren in unserer und auf unserer Welt zu sehen und zu erleben.
Diese sehr natürliche Verbindung mit Gott, mit ihm im Austausch zu sein, hätten wir nicht. Diese Verbindung würde fehlen.
Der Heilige Geist befähigt uns, auf das Agieren Gottes in unserem Leben zu reagieren. Somit entsteht eine Art Dialog, zwischen Gott und uns.
Gott ist durch den Heiligen Geist nichts Statisches,
sondern wird etwas Bewegliches.
Wir haben ein Bewusstsein für Gott.
Gehen bewusst miteinander durchs Leben.
Das ist das wahre Geschenk an Pfingsten:
die Welt durch Gottes Augen sehen zu lernen.
Damit diese Sicht der Dinge des Lebens möglich ist, braucht es Jesus Christus.
Und da sehen wir auch, wie sehr die Dreieinigkeit zusammenhängt, was uns manches Mal so kompliziert erscheint.
Gott selbst ist der Schöpfer und Herr.
Jesu Leben zeigt auf, wie ein Leben mit Gott möglich ist und wie ich mich als Glaubender zum Leben selbst verhalten kann.
Jesu Tod und Auferstehung machen es möglich, dass trotz millionenfacher Fehltritte, die Beziehung zu Gott bestehen bleibt.
Gott weiß um unsere Fehler und darum, dass wir uns und anderen gegenüber schuldig werden. Gott, in Jesus, vergibt nicht nur.
Er möchte auch, dass wir angstfrei und hoffnungsvoll leben. Auch unseren Glauben.
Damit wir aber tatsächlich Gott als Vater, Mutter, Liebender, Sorgender erleben und mit ihm wirklich in einer Art Freundschaft durchs Leben gehen können, dazu braucht es den Heiligen Geist, den Geist Gottes.
Erst dieser macht es möglich, gewöhnlich alltägliche und menschliche Verhaltensweisen in Gottes großem Licht sehen zu können.
Pfingsten war das Schlüsselerlebnis für diese dritte Komponente der Dreieinigkeit – sozusagen das Sahnehäubchen auf dem Glaubenserlebnis zwischen Menschen und Gott.
Pfingsten macht das Glaubensleben lebenswert und erlebenswert.
Neben den Erzählungen in der Apostelgeschichte über das erste Pfingstfest, über die Möglichkeit der Verständigung in verschiedenen Sprachen und die Verbreitung des Evangeliums über Grenzen hinweg, war dieses Fest auch der Startpunkt für Gemeindegründungen.
Auf einmal waren viele Menschen, die an einen Gott glaubten, erfüllt von der Sichtweise dieses Gottes auf das Leben und das Gegenüber. Durch den Heiligen Geist.
Der Heilige Geist ist das Geschenk Gottes an uns, ihn in unserem Leben zu erkennen und ihn somit wahrlich lebendig werden zu lassen.
Der Heilige Geist schenkt uns die Möglichkeit Gott als Freund und Begleiter wahrzunehmen.
Jeder unserer Tage ist nur deshalb so wertvoll, weil der Heilige Geist uns Tag für Tag den Sinn Gottes offenbart – Pfingsten und Gott sei Dank!
AMEN
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Foto: (c) radio m, Anja Kieser
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