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Bringt nichts. Beten. Gott weiß doch eh schon alles. Das ist eine Ausrede. Aber so was von. Da will ich mich nur drücken. Natürlich weiß Gott, was in mir vorgeht und doch ist es etwas anderes, wenn ich es ausspreche. Laut oder leise in mir. Wenn ich versuche Worte zu finden. Keine Ausreden. Beschreibe, was wirklich in mir vorgeht. Was ist tatsächlich fühle. Oft weiß ich es nämlich gar nicht. Erst, wenn ich anfange zu formulieren. Da kann plötzlich ganz Ungeahntes kommen. Gedanken, die ich vorher so noch nie gedacht habe. Da können Gefühle kommen, die ich so eigentlich gar nicht mehr haben wollte. Genau deshalb vermeide ich manchmal dieses Reden mit Gott. Dabei weiß ich doch, dass es mir gut tut: Ich werde ruhig. Weil ich all das Gott sage. Dem, von dem ich mir erhoffe, dass er mich besser kennt, als ich mich selbst. Und er deshalb, während ich so rede, mein Herz berührt. Ich spüre, dass ich nicht allein bin mit all dem, was mich beschäftigt. Mit Gott reden, das ist wie einen warmen Kakao trinken, wenn es draußen in Strömen regnet.

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