Ein Kommen und Gehen

Menschen verlassen unsere Kreise, andere kommen neu dazu und irgendwie wird alles anders.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Den Wert eines Menschen bestenfalls erkennen, bevor er uns verlässt (kündigt, sich selbst verändert). Das ist das Thema. Bei Euch im Radio-Sender hat ja der Wechsel von Gerrit Mathis auf Dominic Kirchner Schmidt stattgefunden und früher kannte ich noch Matthias Walter (der meine Liebe und Zuneigung zu dieser Radio-Arbeit geweckt hatte damals). Früher waren die Beiträge irgendwie anders oder ich war noch irgendwie anders. Früher zu Matthias Walter Zeiten war ich noch mehr der Empfangende, heute will (und muss ich teilweise sogar) eher der „Eingebende“ seins.
    Eure Beiträge beziehen sich seit ca. 2 Jahren oft auf Erlebnisse mit den Kindern (eher Kleinkindern), weil ihr überwiegend in diesem Eltern-Alter seid, in dem die Kinder grossgezogen und erzogen werden.
    Und analog zum Beitrag, gehen auch die Kinder. Mit «gehen» meine ich nicht nur «aus dem Elternhaus gehen», sondern manchmal durch eigene Ansichten und eigene Schwerpunkte im Leben, die man selbst so vielleicht nie gesetzt hätte. Das kann weh tun! Bei mir vereinnahmt meine Exfrau meine Kinder und vermittelt: Familie ist das, was bei uns stattfindet (also in ihrer Herkunftsfamilie). Eine Familie, die unabhängig ist, habe ich nicht geschafft.
    Ich sollte mich damals unterordnen, oder war eben der Verlierer. Ich konnte mit meiner Frau dieses Bewusstsein auf «eigene Familie» nicht aufbauen, weil in ihr das Herkunfts-Familien-Konzept so extrem stark war und auch verteidigt wurde in Diskussionen und Beklagens-Reden. Und ob das meine Kinder durchschauen, dass sie sich nicht vereinnahmen lassen sollen? Können sie sich frei entwickeln?
    Darf sich Deutschland frei entwickeln oder kommen «alte Geister» wieder zurück? Eines muss uns klar sein: Diese Menschen, die so ein Konzept im Kopf haben, sind von den Vorteilen ihres Konzepts tiefgründig überzeugt und es ist ein ganz tief eingeprägter Egoismus oder eine tief eingeprägte Selbst-Vorteilnahme oder eine Selbst-Berechtigung zu diesem Vorteil in Ihnen eingeprägt. Mit solchen Leuten ist nicht zu spassen. Sie setzen sich durch und Leid des anderen ist dessen eigene Schuld (weil er sich halt ihrem System nicht untergeordnet hat). Und da jetzt ganz tiefenpsychologisch zu denken, ist eine wichtige Aufgabe.

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Die eine geht, der andere kommt und alles ist anders. Egal ob im Beruf, in der Schule, im Ehrenamt oder im Freundeskreis. Kollegen, Freunde, Mitstreiter, Lehrerinnen oder Vorgesetzte ändern sich von Zeit zu Zeit und wir merken, es wird anders. Die Stimmung in der Klasse, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, auf dem Campingplatz, in der Nachbarschaft. Anders muss nicht schlecht sein. Mal treffen wir neue tolle Menschen, die uns den Verlust der Vorgängerin leicht machen. Mal sind die Neuen aber auch anstrengend und die Stimmung sinkt. So oder so zeigt so eine Veränderung, wie unterschiedlich wir sind und wie jeder einzelne sein Umfeld mitprägt. Das verlieren wir oft aus dem Blick, wie einzigartig Gott jeden von uns gemacht hat. Und ich glaube es lohnt sich, den damit verbundenen Reichtum, der in jedem von uns steckt bei sich selbst, aber auch bei anderen zu entdecken. Bestenfalls bevor ein Mensch unser Umfeld verlässt.