Frieden in mir
Weltfrieden – das ist unsere große Sehnsucht. Gott will diesen Frieden, warum tut er’s dann nicht? Weil er es anders beginnt.
Weltfrieden – das ist unsere große Sehnsucht. Gott will diesen Frieden, warum tut er’s dann nicht? Weil er es anders beginnt.
Erst Corona und dann der Krieg in der Ukraine. Nicht, dass es davor keine schlimmen Krankheiten gegeben hätte und keinen Krieg, nein, das nicht, aber Corona platzte nicht nur irgendwo als ungebetener Gast zur Tür herein, sondern durch die eigene. Und der Krieg vor der Haustür, wie es so unschön heißt, ist plötzlich eine ganz reale Bedrohung und schon längst durch die Tür gegangen: Kriegsflüchtlinge mehr denn je mitten unter uns. Einen wirklichen Ausweg sehe ich nicht und hoffe, Tag für Tag, auf ein Wunder, wie auch immer es aussehen mag. Das Wort Frieden habe ich noch nie so oft gehört, wie in diesen Tagen. Ich lechze danach und ein Wort aus der Bibel spricht mich an, das ich gelesen habe: „Der Gott des Friedens schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus.“ (Heb.13, 20f) Ja, Gott des Friedens, sage ich da, dann fang mal an! Schaffe Frieden! Doch so einfach ist es nicht. Kein Zauberstab, kein toller Zauberspruch und es gibt Frieden. Gottes Frieden fängt bei mir, bei uns, bei jedem einzelnen an. Und Gott meint: „Wenn du willst, dass es Frieden in dir wird, dann helfe ich dir. Schau auf Jesus und nimm ihn dir zum Vorbild. Lass sein friedliches Wesen in dir wachsen.“ Den sofortigen Weltfrieden wird das nicht bringen, aber ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn immer mehr und mehr Menschen, diesem Beispiel folgen würden: Dann wäre Frieden zum Greifen nah.
Gestern sah ich einen Film über die Rettung von Schimpansen. Sie haben 99% gleiche Gene wie wir Menschen. Die erwachsenen Tiere werden geschossen und das Fleisch gegessen. Schimpansen-Kinder werden zu Waisen.
Nun aber das Konzept der Retterin (die von einer Ölförderfirma finanziert wird): Hilf dem Individuum und Du hilfst der ganzen Art (vor dem Aussterben).
Dieses Konzept funktioniert. Nun kann man sich überlegen warum. 1) Sie hat Mitgefühl 2) Sie fühlt sich berufen, diese Tiere zu retten oder ihnen in Not zu helfen 3) Plausibles und kraftspendendes Konzept 4) Sie kann Geldgeber von der Sinnhaftigkeit überzeugen. 5) Gott/Jesus 6) usw. (Ich spekuliere dabei ein wenig!)
Oft wünsche ich mir die Hand Gottes vom Himmel, die so einen dummen Wilderer in seinem Reich packt und aus dieser Welt befördert. Warum es anders ist, ist hoch komplex. Wahrscheinlich ist es Abwägung: Gebe ich dem Wilderer Zeit, sein böses Handeln zu überdenken oder greife ich gleich ein? (Gut ich spekuliere, was sich Gott dabei denkt. Aber die Macht des Bösen als siegreicher zu akzeptieren, wäre fatal.)
Was das mit dem Thema vom Beitrag über Frieden zu tun hat: Bitte nachdenken.