Last day

Wer bin ich in 20 oder 30 Jahren? Bin ich ich? Darüber sollte ich mal nachdenken.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Im Kindergarten-Alter kann man schon feststellen, was das später mal für ein Mensch wird. Es ist erstaunlich, welche Charakter-Eigenschaften schon sehr früh in uns angelegt sind und erkennbar sind.
    Eine interessante Frage ist die, wann man mit seiner eigenen Persönlichkeit zufrieden ist und mal sagen kann: Gut so, das passt.
    Krisen erzeugen oft das Hinterfragen des eigenen Charakters bzw. der eigenen Ausrichtung im Leben. Hauptkrisen sind: Gesundheits-Verlust-Gefahr, Job-Verlust, Partner-Verlust und Kriege.
    Wir sind es gewohnt in Friedens-Zeiten an unserer Selbstverwirklichung zu arbeiten und in anderen Regionen, wie Ruuland und CH-in-a eher: „Wann halte ich mein Maul und wann reisse ich es doch mal auf?“
    Dann gibt es noch einen anderen Effekt: Ich beschäftige mich mit einer Sache, die ich in der Bedeutung hochschraube, um im Endeffekt zu erreichen: „Das was jetzt wirklich wichtig wäre, will ich nicht tun.“
    Beispiel Frauenrechte: Wo sind die Frauen, die sich für echte Frauenrechte gerade einsetzen. Das Eigene (in unserem Land) erreicht und fertig?

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„Wohin würdest du reisen, wenn du eine Zeitmaschine hättest?“[1] wird ein 8-jähriger Junge gefragt. Er antwortet: „Zum letzten Tag meines Lebens. Ich würde nämlich gerne wissen, ob ich ich selbst geblieben bin.“ „Wow! Wie klug!“, denke ich mir. Es zeigt mir, dass auch Kinder eine ganz gute Vorstellung von sich selbst haben. Was ist mir wichtig? Und ich glaube nicht, dass sie dann an die Playstation denken, sondern daran, dass sie vielleicht gerne mit anderen zusammen sind, gerne lachen oder schauen, dass es in der Klasse gerecht zugeht. Mein letzter Tag ist hoffentlich noch ein bisschen hin, doch wie ist das bei mir? Natürlich habe ich mich verändert. Und doch denke ich, dass ich ich geblieben bin. Vielleicht weil mein Glaube mich immer wieder herausfordert über mich selbst nachzudenken. Vielleicht auch, weil ich glaube, dass Gott mich liebt, wie ich bin. Das lässt mich nicht an mir verzweifeln, sondern macht mir Mut mich auch meinen Fehlern zu stellen. Eine Zeitreise ist gut, aber ich kann auch heute schon fragen: Bin ich ich selbst geblieben?

[1] PhilMag 4/2023 S.98