Schlüsselerlebnis

Ich kann, ich werde, ich will. Wir Menschen sind Macher, aber unsere Kräfte sind begrenzt. Gott steht da drüber.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim Se
    Joachim Se aus der Schweiz sagte:

    Das hab ich mich schon oft gefragt, ob Gott/Jesus in besonderen Situationen ganz besonders wach sein kann. Ich hörte im Deutschlandradio von der Arbeit von Bomben- und Granat-Entschärfern bzw. Sonder-Spezialisten, die diese bergen. Sie berichten, dass sie gelernt haben, mit diesen sehr gefährlichen Arbeiten umzugehen.
    Die Frau, die diese Spezialisten gerufen hat, hat erzählt, dass die Rakete (höher als ein Mensch) durchs Dach kam und im Wohnzimmerboden stecken blieb. Wenn die Rakete explodiert wäre, wäre die erzählende Frau tot und das Haus auch nicht mehr da.
    Die Spezialisten zogen mit Fachwissen das Geschoss aus dem Boden.
    Schlüsselbund verlieren und Geldbeutel mit Pässen und Kreditkarten verlieren. Das Schlimmste (gefühlt das Schlimmste), was einem passieren kann.
    Man kann belastende Ereignisse nicht relativieren. Jede Belastung ist schlimm und hinzu kommen noch Tage, an denen man einfach nicht viel Stress verträgt.
    Ich freue mich, dass Kerstin den Schlüsselbund wiedergefunden hat.
    Ich freue mich, dass die Frau nur einen Schrecken verarbeiten musste und noch lebt. Ich gebe offen zu: Von Gottes Gnade oder Hilfe zu reden, ist schwierig, weil Gott auch verhindern hätte können, dass der Schlüssel überhaupt verloren ging und die Rakete überhaupt einschlug und der Krieg überhaupt stattfindet. Und Gott/Jesus da gross und mächtig zu machen (gemeint ist: so zu reden und zu schreiben), ist irgendwie auch nicht richtig. Das würde heissen, dass Gott die schwierigen Situationen regelrecht braucht, um gross raus zu kommen. Wahrscheinlich ist es so, dass in seiner geschaffenen Welt einfach viel schief geht (aus mehreren Gründen), aber ER hin und wieder oder oft doch das Schlimmste verhindern kann. Und wen es hart trifft: Bitte nicht denken, dass Gott/Jesus nicht was anderes noch hat, um es gut werden zu lassen. Lieber Gruss an jeden Leser dieser Zeilen.

    Antworten

Kommentieren

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Manuskript / Download
Schlüsselerlebnis als Manuskript-Datei runterladen

Tagelang hab ich gesucht, gehofft, Alpträume gehabt. Aber der Hausschlüssel blieb verschwunden. Keiner wusste mehr, wer den Schlüssel zuletzt gehabt hat und wo er verloren gegangen sein könnte. Ein echt blödes Gefühl. Mit dem Eingeständnis: Überblick verloren. Und zwar so richtig. Zu viele Baustellen parallel im Kopf. Erst kam ich mir wie die Komplettversagerin vor, dann hab ich beschlossen: Locker bleiben. Ich nehm das jetzt mit Humor. Was ich kann in meinem Leben, das tue ich. Aber es gibt Grenzen. Ab denen muss und will ich darauf vertrauen, dass ein anderer den Durchblick behält. Und mir hilft. „Gott, mach was!“ seufzt es in mir. Tatsächlich. Eine Woche später bin ich aus einer Laune heraus eine Busstation später ausgestiegen. Hab den längeren Fußweg nach Hause genommen. Und den Schlüssel an einem Gartenzaun hängend entdeckt. „Der hängt da schon lange!“ hat mir eine Nachbarin gesagt. Was Gott mir wohl sagen will? Geh öfter mal ne Runde Spazieren, vielleicht.