Schraube locker?
Es reicht eine einzige lockere Schraube und nichts geht mehr. Das ist leider nicht nur bei technischen Geräten so.
Es reicht eine einzige lockere Schraube und nichts geht mehr. Das ist leider nicht nur bei technischen Geräten so.
Schraube locker – das war alles. Mein Rasenmäher hat gesponnen. Erst komisch gerattert, dann unrund gelaufen, also noch zügig die letzten Quadratmeter mähen und ausmachen, schauen, was los ist. Es war ziemlich simpel. Eine Schraube war locker – und die hat das ganze Gerät aus dem Lot gebracht. Kleinigkeit. Und trotzdem mit mächtig Auswirkungen. Ich glaube, das ist nicht nur bei Rasenmähern und anderen Geräten so, das ist bei uns genauso: Wir brauchen einander. Wenn’s bei einem nicht läuft, spüren das alle anderen und es hat seine Auswirkungen. Ob in der Familie, unter Kollegen, im Verein. Und wenn mir dran liegt, dass mein Projekt läuft, dann kümmere ich mich um den anderen. Allein schon, weil’s mir nützt – auch wenn es im ersten Moment anstrengend sein mag. Aber eine kleine Beeinträchtigung kann eben ein ganzes Projekt lahmlegen. Oder einen Rasenmäher. Deshalb: Wo wir füreinander da sind, geht es uns selbst besser.
Füreinander da sein. Warum ist das nicht so logisch und so einfach, wie es scheint?
Ich erzähle dazu eine Geschichte: Die Frau eines Freundes will sich von meinem Freund aktiv scheiden lassen und unfair viel von 2 Eigentumswohnungen haben. Mein Freund beansprucht nicht mal 1 Wohnung von beiden und überlässt diese 1x sogar seinem Sohn, der denkt: Mein Vater ist viel zu weich, aber ich profitiere davon. Er verachtete seinen Vater deswegen sogar oft schon, aber auch weil er gerne den anderen Sohn bevorzugte.
Nun ja ich rede mit meinem Freund (bin für ihn da) und vermittle ihm: Du musst anders sein. Weil er aber nicht anders sein will, fängt er mir gegenüber (nicht gegenüber seiner Frau) zu toben und zu schimpfen und zu blockieren (auf Whatsapp) an.
Meine Reaktion: Dafür bin ich Freund, dass Du bei mir «üben» darfst, ohne dass unsere Freundschaft dadurch gefährdet ist. Wir sind heute noch super Freunde.
Fazit: Sei für jemanden da und Du läufst Gefahr ein paar Schläge abzubekommen.
Jesus am Kreuz: Ihr „dummen“ Menschen, ihr engstirnigen Schriftgelehrten, ihr „dummen“ Soldaten dürft mich kreuzigen, aber ich stehe zu Euch, wenn ihr in den Himmel wollt (sofern ihr bereut und nachdenkt, was richtig ist für diese Welt und Euch irgendwann dem Kampf um das Gute angeschlossen habt). Vorher seid ihr Sünder und im falschen Einflussbereich, leider.
Schraube locker oder psychische Scheiss-Problem-Denker/innen: Da ist die Bibel recht schwach! Die Bibel (und auch die meisten Jesus-Filme) tun so aus, als ob einfach eine Wirkung da ist die heilt, ohne viel Gespräch. Der Mensch braucht aber Gespräch, wenn er psychische Sachen aufarbeiten will. Dabei für jemanden da zu sein, ist gut, man sollte aber gleichzeitig auch wissen, wie man sich schützt (wie der Trainer eines Boxers mit dem Gesichtsschutz).