Schuld verschieben

Immer schön den Schuldigen suchen – und ich bin es bestimmt nicht. Das ist zwar typisch Mensch, aber auch völlig sinnlos. Es geht besser.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Es gibt 2 einfache Fälle für Schuldvergebung:
    – Die Schuld des anderen hatte kaum Auswirkung auf irgendetwas.
    – Der andere bittet um Schuldvergebung und ist sich seiner Missetat bewusst und bereut sie.

    Es gibt ganz schwierige Fälle:
    – Der/die andere handelt in böser und zerstörerischer Absicht ganz bewusst
    – Der andere stuft Dich als schwach ein oder macht sich über Dich lustig
    – Der andere / die andere ist eigentlich jemand, der Dich unter normalen Umständen lieben und ehr-würdigen müsste (Arbeitgeber, Lebenspartner, Politiker in Leitungsfunktion Dir gegenüber, Angestellte bei Gericht) und tun es aber bewusst nicht, um Dich klein zu machen oder sie sogar Deinen Tod in Kauf nehmen würden.
    – politisch fanatisierte Gegner
    – religiös fanatisierte Gegner
    Wie weit darf hier die „Feindesliebe“ gehen?
    In wie weit ist es eher gesund, solche Menschen wirklich als Feind zu betrachten?
    Schliess Frieden, soweit es an Dir liegt. Schliess Frieden, soweit es an Dir liegt. Schliess Frieden, soweit es an Dir liegt.
    Lass die anderen (Doofen) ziehen, soweit es nicht an Dir liegen kann.
    Deren Nachteil ist: Treffen sie auf Ihresgleichen als Feind, wird es richtig gefährlich für sie.
    Und Gott greift auch irgendwann helfend ein!

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Ich verfolge eine Diskussion über die Situation bei mir im Ort. Ein Mann und eine Frau erklären sich auf der Straße gegenseitig lautstark und haarklein, was wie und warum total falsch läuft und wer daran schuld ist. Aber natürlich war es ganz anders und jemand ganz anderes war schuld. So geht das hin und her. Dieser war schuld, nein, jener und noch jemand ganz anderes. Klingt wie Kindergarten, ist es aber nicht. Es ist einfach nur „typisch Mensch“. Immer schön den Schuldigen suchen! Und der soll dann mal schön sehen, wie er das wieder geradegebogen bekommt. Aber ohne mich. Ich war’s ja nicht. Aber: Hilft das irgendjemandem? Bringt das irgendwas? Und vor allem: Löst das irgendein Problem? Ich glaube, Gott hat die Sache mit der Schuld deshalb ein für allemal für uns gelöst, weil er uns glücklich sehen möchte. Weil er Lösungen für uns hat. Aber die werden wir so lange nicht sehen, wie wir Schuldfragen hin- und herwälzen und einander die Schuld zuschieben, statt zu vergeben.