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Ordnung ist das halbe Leben, sagt man. Ich lebe oft in der anderen Hälfte. Mit großer Sehnsucht nach Ordnung: Kleiderschrank, Aktenablage, Gedanken. Ständig will irgendwas verräumt oder entsorgt werden. Das braucht viel Zeit und Muße. Die hab ich oft nicht. Ob sich das jemals ändert? Gleichzeitig: Es gibt Wichtigeres: Das Leben. Familie. Beziehungen. Arbeit. Glaube. Engagement. Die Autorin Elke Heidenreich hat mal gesagt: „Irgendein Ziel im Leben muss man haben und ansteuern – der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen.“ Welchen Sinn des Lebens lohnt es sich also anzusteuern? Als Christin bewegt mich, was ein Lieddichter der Bibel geschrieben hat. Auch er erlebt Chaos um sich herum. Und bittet Gott um Klarheit und Führung. Dabei sagt er: „Ich bin ein Gast in dieser Welt.“ Gast in dieser Welt. Das bin ich auch! Meine Koffer packe ich vielleicht nie ganz aus, aber ich kann trotzdem voll dabei sein. Diese großartige Welt dankbar genießen und wo ich kann, sie noch ein bisschen lebenswerter machen.












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