Upstander
Es braucht Menschen, die vorangehen. Das ist erwiesen.Upstander klingt da irgendwie pfiffiger als Vorangeher?!
Es braucht Menschen, die vorangehen. Das ist erwiesen.Upstander klingt da irgendwie pfiffiger als Vorangeher?!
Upstander! Das Wort hab ich nicht gekannt. Upstander lese ich, sind Menschen, die als Erste die Initiative ergreifen und die schweigende Mehrheit mitreißen. Als Beispiel wird angeführt: Wenn Menschen in der Bahn unterwegs sind und einer angepöbelt wird, dann warten erstmal alle ab, was die anderen so machen. Sobald aber einer aufsteht und eingreift, reißt das die anderen mit und die Gruppe solidarisiert sich mit dem, der die angegriffene Person schützen will. Den Soziologen nach ist das ein völlig normales Verhalten. Daher braucht es Upstander. Wenn die fehlen, dann kommt es dazu, dass keiner hilft. Das kann böse ausgehen. Könnte ich auch ein Upstander sein und andere zum positiven Handeln motivieren? Jesus konnte es definitiv. Er war so ein Upstander. Er hat sich meist auf ruhige Art eingemischt. Ist vorangegangen. Hat sich dem zugewandt, den alle übersehen haben und hat so dazu beigetragen, dass auch diese Menschen wieder ein Gesicht bekommen haben. Er ist ein absoluter Upstander im Lieben, Annehmen, Vergeben und in Fairness. Zieh ich mit?
Ich habe einige Kritik, würde aber stattdessen gerne loben!
Das Wort „Upstander“ zu verwenden, wäre sehr gefährlich, denn es kann leicht verunglipft werden (z.B. über sexuelles Witzeln). Im Beitrag ist der Upstander ein total lobenswerter Mensch.
Dann gibt es keine klare Definition und Trennung von Eigeninitiative und Auftrag eines Menschen. Nehmen wir das Beispiel des Mannes in der U-Bahn, der da als erstes aufsteht, wenn Pöpeleien stattfinden.
Wird dieser Mann in Gewaltprävention oder geschickter Selbstverteidigung ausgebildet und hat er eine Waffe dabei (z.B. Pfefferspray oder ein Messer), und er soll im Auftrag der Bahn handeln, so kann er aufstehen und sich dem Risiko aussetzten. Er handelt im Auftrag.
Hat er weniger Befugnis und ist er weniger für so eine Situation geeignet, z.B. bei kleiner Körpergrösse, so beginnt irgendwann „die Dummheit“, wenn er Upstander macht oder beginnt. Lobenswert wäre trotzdem die Eigeninitiative.
Während des Beitrags wird schmackhaft gemacht, selbst Upstander zu sein, oder sich den Mut dazu (nicht anzutrinken, sondern) anzuhöhren. Ganz am Ende des Beitrags wird eher das Folgen eines Upstanders schmackhaft angeraten.
Was macht man mit Jesus? Er wird als Upstander bezeichnet. Ich meine hingegen, Jesus handelte im Auftrag und nicht durch Eigeninitiative.
Mit Jesus gehen viele um, wie mit einer Hure: Ich suche Dich raus und Du sollst so sein, wie ich es mag.
In der Zeit der Mystik und in der Zeit der christlichen Philosophen wurde extrem viel spekuliert, inwiefern Jesus als Mensch, gleichzeitig Gott war und inwieweit er nur im Auftrag des Vaters/Gott unterwegs war oder als Gott selbst. Ich habe dazu meine eigene Vorstellung und die muss man auch haben, denn die Bibel ist von der Qualität nicht so genau geschrieben, dass sie eine genaue Definition erlaubt. Es kann nur spekuliert und plausibilisiert werden. Jesus war kein Upstander (oder das nur in Unter-Teilbereichen).
Jesus (als Mensch auf der Erde) war ein religiöser Führer, der letztlich eine Welt-Glaubens-Bewegung auslöste für Menschen.
Was im sog. „Himmel“ mit Jesus alles möglich ist, ist wahrscheinlich extrem viel mehr.