Offen begegnen
Die Zukunft ist offen. Aber ob ich mir ihr stellen kann, hängt davon ab: Bin ich auch offen? Wenn nicht, lässt sich das ändern.
Die Zukunft ist offen. Aber ob ich mir ihr stellen kann, hängt davon ab: Bin ich auch offen? Wenn nicht, lässt sich das ändern.
Wie wird das wohl werden? Mit Blick auf das neue Jahr ist klar: Vieles wird anders, als es war. Der Ukraine-Krieg, aber auch die Machtinteressen von China, den USA und Europa verändern die Weltordnung. Der Klimawandel zeigt uns mittlerweile deutlich, dass ein „weiter so“ unser Ende bedeutet. Tierarten sterben schneller, als wir sie erfassen können, mit Auswirkungen, die kein Wissenschaftler abzuschätzen kann. Oder im Kleinen: Kollegen gehen und immer weniger kommen nach. Der Blick zurück mag wehmütig sein, aber Leben funktioniert nur vorwärts. Manchmal gnadenlos, manchmal hat Veränderung aber auch etwas Gutes, dass wir vielleicht nur noch nicht sehen. Als Christ glaube ich an einen Gott, der uns sagt: Egal, was kommt, ich lasse euch nicht allein damit und will, dass es euch gut geht. Mir das bewusst zu machen, löst jetzt noch kein Problem, lässt mich aber Veränderungen erstmal offen begegnen. Mir macht es das um einiges einfacher, mit ihnen klar zu kommen!
Gott sagt (bzw. wissen wir es von der Bibel): „Ich will, dass es Euch gut geht.“?
Klar kann man das ableiten, aber das trifft es dann doch nicht.
Es gibt viel von dem, was Jesus sagt (oder was die Bibel von Jesus rüberbringt), das in diese Richtung geht. Ich nenne so was den Vektor. Wohin zeigt der Vektor (oder wer mit dem Wort Vektor nicht so viel anfangen kann: Der Richtungspfeil)?
So am Stück gelesen, Johannesevangelium, Apostelgeschichte und ca. 5 Briefe an Gemeinden z.B., zeigt diese edle Auswahl, was Jesu direkte Nähe und was Nähe und Glauben den Aposteln auslöst (Paulus inbegriffen).
Je näher man zu Jesus rückt, findet man sehr viele Texte, die für Jesus-Nachfolger und Extrem-Nachfolger bestimmt sind. In diesem 70er-Kreis konnte Jesus ca. 58 Jünger einfach ziehen lassen, weil die Erwartungen dieser 58 Personen nicht mit den Erwartungen von Jesus übereinstimmten. Die 12 Apostel sind bei Jesus geblieben.
Also wer sich Jesus nähert, muss für sich entscheiden: Würde ich zu Jesu Lebzeiten zu den 12 Jüngern gehören oder zu den 58 überforderten Menschen mit Jünger-Anspruch oder zu Randpersonen (wie Magdalena, ein frommer Römerhauptmann, temporär mitziehende Mensch oder mich als späteres Gemeinde-Mitglied) dazugehörig fühlen.
Ich habe es schon mal in einem anderen Kommentar geschrieben: Wenn es eine Bibel gäbe, bei der nur das fett gedruckt ist, was den Otto-Normalbürger gilt, so wäre ich heil froh.
Gefahr: Einige Aussagen kann man sektiererisch verwenden, wenn man sie nicht richtig zuordnet. Nun zur Aussage: «Ich will, dass es Euch gut geht.»
Was will Jesus wirklich? Meine Antwort: Sei Dir Deiner Sache möglichst gut bewusst, was Du genau bist im System. Sei ehrlich und gehe nicht drüber und nicht drunter, was man als demütige und feine Lebenseinstellung einschätzen kann.
Wer sich selbst zu hoch einschätzt, läuft Gefahr nicht zu reiten für Jesus, sondern wegen Jesus vom Pferd zu fallen. Meine Meinung.