Schäfchen zählen
1,2,3,4,5,… Was für ein Mist! Als würden Schäfchen helfen! Vielleicht nicht Schäfchen zählen, sondern mit ihnen nach dem Hirten Ausschau halten.
1,2,3,4,5,… Was für ein Mist! Als würden Schäfchen helfen! Vielleicht nicht Schäfchen zählen, sondern mit ihnen nach dem Hirten Ausschau halten.
Manchmal kann ich nachts einfach nicht schlafen. Zu viele Gedanken schwirren mir im Kopf herum. Es fällt mir schwer, zur Ruhe zu kommen. Deswegen hab ich mir mittlerweile ein Ritual angewöhnt: wenn mich mein Gedankenkarussell mal wieder nicht schlafen lässt, bete ich ein Gebet aus der Bibel: Den 23. Psalm. Ein Gebet, das schon viele Generationen durch unterschiedliche Situationen durchgetragen hat. Es handelt von einem guten Hirten, der für seine Schafherde sorgt. Und davon, dass Gott wie dieser gute Hirte ist, der sich um uns Menschen kümmert. Der an unserer Seite ist, uns schützt und tröstet. Manchmal flüstere ich dieses Gebet dann leise vor mich hin. Manchmal meditiere ich es auch nur in meinen Gedanken. Und jedes Mal, wenn wieder ein Gedanke hochkommt, der mir den Schlaf rauben will, setze ich ihm einen Satz aus dem Psalm entgegen. Wenn ich am Ende des Gebets angekommen bin, fange ich wieder von vorne an. Das mache ich so oft, bis ich merke, wie ich langsam zur Ruhe komme. Wie meine Gedanken sich beruhigen. Und ich einschlafen kann.
Ich habe mir mal überlegt, dass wenn man all das Gute und all das Grauenhafte oder versteckt Grauenhafte auf eine Waage links und rechts voneinander getrennt auf die Waagschalen legt, zeigt die Bibel: Null an.
Will man Null nicht akzeptieren, muss man sich überlegen, warum man sich als Christ oder Nicht-Christ das Gute und Erbauliche raussuchen darf. Diese Sondierungs-Arbeit wird nicht gemacht, leider. Ein Spruch, den ich mal von einem Gemeindeleiter hörte: „Man braucht das (das Schlechte) ja nicht unbedingt betonen.“
Wer anderer Meinung ist, möge bitte auch einen Kommentar schreiben.
Psalm 23 gehrt extrem auf die gute Seite.
Danke für den Radio-Beitrag.