Cool sein
Wer will nicht dazugehören? Zu den Coolen? Oder auch nur zu denen, mit denen man eben zu tun hat. Dazugehören. Ja, das muss möglich sein.
Wer will nicht dazugehören? Zu den Coolen? Oder auch nur zu denen, mit denen man eben zu tun hat. Dazugehören. Ja, das muss möglich sein.
Einfach dazu gehören. Mitmachen dürfen. Weil normal ist, dass jeder Mensch irgendwie, irgendwo anders ist. Das meint Inklusion. Ich finde diese Idee von einer inklusiven Gesellschaft richtig gut. Da soll es eigentlich viel weniger um genormte Behindertentoiletten oder Defizite gehen, sondern viel mehr und grundsätzlich um Rücksicht und Menschenliebe. Und um den Wunsch, dass sich keiner ausgeschlossen fühlt. Egal wie er ist und was er kann. Genauso hat auch Jesus gedacht und gelebt. In jedem Menschen hat er das Gute und Wertvolle gesehen. Ihn für voll genommen. Dieser Blick hat die Menschen verändert, ihnen neuen Mut und Selbstbewußtsein gegeben. Ein kleiner Junge hat mir diesen Blick kürzlich vorgemacht, eher versehentlich. Ich war mit meinem behinderten Kind unterwegs, da ist er uns entgegengekommen. Der Junge hat uns angestarrt, den Rollstuhl, mein Kind. Ich hab nur gedacht „nicht schon wieder“ und weggeschaut. Wer will schon angestarrt werden. Aber dann hat der Junge nur ein Wort gesagt: „coool!“. Nein, er hat nicht mein Kind gemeint, sondern die blinkenden Rolliräder. Aber egal. Einfach coolsein, mitmachen dürfen. Das wünsche ich mir. Für mein Kind und jeden auf der Welt.
Was ist cool? Was ist uncool?
Es ist wahrscheinlich leichter aufzuzählen, was alles uncool ist. Ich behaupte, dass die Menschen bzw. die Gesellschaft schon sehr negativ wertend geworden ist oder anders ausgedrückt, eher scharf auf negative Nachrichten ist, als auf positive Nachrichten. Systemfehler dabei: Positiv-Nachrichten interessieren scheinbar nicht. Positiv-Nachrichten werden auch von der Werbung besetzt und der normale Mensch weiss: So ganz trauen kann man der Werbungs-Geschichte nicht. Man verkauft positive Emotionen und die Leute glauben das über das Unterbewusstsein, dass sie z.B. mit dem Schuh in den man einfach nur reinschlupfen muss, einfach viel glücklicher ist. In der Werbung schauen alle voll begeistert ins Handy und in der Realität stören alle möglichen Fehlfunktionen und das Zeug stresst uns eigentlich. Der Gipfel der Negativ-Sensations-Arbeit war ja die Cooroona-Zeit. Jeden Tag über ein Jahr: Als allererstes in allen Nachtrichten, was es an neuen Beschränkungen und Einschränkungen gibt und geben soll. Und die Leute reagierten cool oder uncool darauf? Die Berichterstattung war cool oder uncool? Die «grosse Gefahr» war echt oder übertrieben dargestellt? Es war ein Angriff auf das, was man getrost glauben darf und was nicht. Apropos «getrost»: Sind wir von den Medien getröstet worden? Werden die Ukrainer über die Medien oder von Sprechern getröstet oder werden tröstende Worte zugesprochen? Wie war Jesus zur damaligen Zeit «cool»? Er war sicher cool im Umgang mit Frauen und mit Kranken, die Heilung brauchten. Jesus war cool zu bodenständigen Menschen. Jesus durchbrach sicher diese Männer-dominierte Glaubens-Verwaltungsgesellschaft. Ich behaupte nicht, dass Frauen es besser verwalten würden! Es geht um das, was an Jesus cool war.
Ich habe analysiert, dass ich wahrscheinlich überwiegend von einigen Jesus-Filmen sehr stark in meiner Jesus-Vorstellung geprägt wurde.